Erfahrungsbericht Volkswagen ID.3

Der Volkswagen ID.3 ist das erste Fahrzeug der Marke Volkswagen auf der Plattform des neuen Modularen-Elektro-Baukasten (MEB), welche ausschließlich für rein elektrische Fahrzeuge verwendet wird.

Der ID.3 verfügt somit über einen sehr langen Radstand von 2.771 mm, was zu einem Raumgefühl ähnlich eines Golf Sportvans erinnert, bei einer Fahrzeuglänge von 4.261 mm, welche wiederum an jene eines aktuellen Golf 8 erinnern (4.284 mm).

Unser Testfahrzeug verfügte über die Ausstattungsvariante „1. Edition“, welche inzwischen nicht mehr erhältlich ist. Diese beinhaltete neben einigen Ausstattungsoptionen, die mittlere von drei Batteriegrößen:

  • Pure
  • 55 kWh (45 kWh nutzbar)
  • 348 bis 351 km (WLTP Reichweite)
  • Pro
  • 62 kWh (58 kWh nutzbar)
  • 416 bis 426 km (WLTP Reichweite)
  • Pro S
  • 82 kWh (77 kWh nutzbar)
  • 542 bis 549 km (WLTP Reichweite)

Auch beim Kofferraumvolumen ähnelt der ID.3 dem Golf 8, so bietet das Elektrofahrzeug ein Volumen von 385 Litern, was etwa 3 Liter mehr als beim Golf sind. Bei umgeklappter Rücksitzbank erhöht sich das Ladevolumen auf 1.267 Liter, was wiederum 30 Liter mehr als beim Golf 8 sind.

Eine Anhängerkupplung steht leider nicht zur Verfügung, dafür jedoch eine Vorrichtung zur Anbringung eines Fahrradträgers am Heck. Auf einen vorderen Kofferraum, den es bei einigen Elektrofahrzeugen gibt, hat Volkswagen leider jedoch auch verzichtet. Dieses eignet sich beispielsweise oftmals besonders gut um das Ladekabel für öffentliche Ladestationen zu verstauen.


Fahreindrücke

Beim Fahren des ID.3 zeigt sich, dass dieser sich sehr gut für den Stadtbereich eignet, zwar tun ihm Land- und Autobahnfahrten nicht weh, jedoch vermittelt er ein besonders positives Fahrgefühl durch seine hohe Wendigkeit und Agilität im Stadtverkehr. Hinzukommen diverse Assistenzsysteme in der Ausstattungsliste, welche einem das Fahren noch angenehmer und sicherer gestalten können.

Fahrmodus „B“

Im Allgemeinen lassen sich Elektrofahrzeuge wie ein Verbrenner mit Automatikgetriebe fahren. Die meisten E-Fahrzeuge verfügen ohnehin über ein 1-Gang-Getriebe. Beim ID.3 gibt es beim Fahrhebel neben Drive, Neutral und Reverse jedoch noch der Modus Brake zur Verfügung. Dieser erhöht die Rekuperationsleistung des Elektromotors. In der Praxis ermöglicht dies nach kurzer Eingewöhnungszeit ein Bremsen im Fahrbetrieb durch das zurücknehmen des Fahrpedals. Dies schont die Bremsen des Fahrzeuges, könnte jedoch zu Korussion an den Bremsen führen. Dies jedoch unterbindet Volkswagen zum Teil, da daher an der Hinterachse bewusst Trommel- statt Scheibenbremsen verbaut wurden.

Augmented-Reality-Head-Up-Display

Ein Highlight stellt dabei die neue eingeführte Head-Up-Technologie da. Neben der klassischen Projektion auf das nahe Sichtfeld des Fahrers vor das Fahrzeug, ist es hiermit möglich auch das weite Sichtfeld zu bedienen. So ermöglicht dies nicht nur die Markierung der Fahrzeuge, welche der Adaptive Tempomat mit Abstandsregelung erkannt hat und Erkennung der Fahrspur durch den Lenkassistenten, sondern auch schwebende Pfeile für die Navigationsführung. Diese erscheinen kurz vor dem Abbiegen und werden langsam größer, dies soll die Navigation erleichtern.

Wireless Android Auto

Ein vielleicht klein klingendes, aber im Alltag sehr hilfreiches Feature ist die Nutzung von Android Auto ohne das Smartphone dafür mit einem Kabel verbinden zu können. So muss man das Handy nicht irgendwo an ein Kabel anschließen, was man daher auch nicht vergessen kann. Zusätzlich dazu bietet der ID.3 auch die Funktion des Wireless Charging für Smartphones. Jene, welche diese Funktion nutzen können, können somit bequem in der Mittelkonsole aufgeladen werden.

Weiterhin positiv ist, dass die normale Head-Up-Funktionalität die Routenführung in einfacher Ansicht übernimmt und somit klassische Richtungspfeile anzeigt.


Ladetechnologie

Der ID3 ist mit dem europäischen Ladestandard ausgestattet. Das bedeutet, dass für das Laden mit Wechselstrom der Typ 2-Standard und für das Laden mit Gleichstrom der CCS-Standard zur Verfügung steht. Für das Laden an den meisten Wechselstrom Ladesäulen benötigt man ein mitgeführtes Typ 2 Ladekabel. An Schnellladestationen ist das CCS-Kabel bereits angebracht. Je nach Batterievariante stehen zum Stand Juli 2021 verschiedene Ladeleistungen zur Verfügung.

  • Die kleinste Batterie lädt serienmäßig mit 7,4 kW Wechselstrom und bis zu 50 kW Gleichstrom. Optional ist hier die Ausstattungsoption mit bis zu 110 kW Gleichstrom.
  • Die mittlere Batterie kommt mit 11 kW Wechselstrom einer Ladeleistung von bis zu  120 kW Gleichstrom.
  • Die größte Batterie ist ebenfalls mit einem 11 kW Wechselstromladegerät ausgestattet und schafft es auf bis zu 125 kW Gleichstrom in der Spitze.

Fazit

Der ID.3 stellt sicherlich nicht nur für Volkswagen den Aufbruch in die Elektromobilität da, sondern bietet dies auch jenen an, welche sich für dieses E-Fahrzeug entscheiden. So erhält man mit dem Volkswagen ID.3 ein Elektroauto welches gute Basisdaten aufweist.

  • Die 11 kW Ladeleistung ist derzeit Marktstandard und ermöglicht somit Problemlos die Vollladung über Nacht
  • Das Schnellladen mit bis zu über 100 kW, sortiert sich zwar im Mittelfeld ein, die Ladekurve ermöglicht dennoch die Ladung in 30 bis 40 Minuten von 10 auf 80%
  • Gerade in der Stadt punktet der ID.3 mit seiner guten Beschleunigung und hohen Wendigkeit
  • Mit drei verschiedenen Batteriekapazitäten bietet Volkswagen seinen Kunden die Möglichkeit die Investition entsprechend ihrer Reichweitenansprüche zu tätigen

Unsere Instagram Wall zum VW ID.3:

 


Transparenzhinweis: Das Testfahrzeug wurde uns vom Autohaus Gohm + Graf Hardenberg in Konstanz kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies inkludierte auch die Inital-Ladung des Fahrzeuges, da diese bei Abgabe nicht vollgeladen wieder abgegeben werden musste.

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