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72 Ladepunkte – größter Ladepark Europas

Vor kurzem konnten wir uns vom derzeit größten Ladepark Europas, gemessen an der Anzahl an Ladepunkten, in Zusmarshausen einen eigenen Eindruck machen. Der hier von dem Fahrzeugeinrichter Sortimo erbaut und betriebene genannte „Sortimo Innovationspark“ verfügt derzeit über 72 DC Ladepunkte. Sortimo gibt an mit dem derzeitigen Ausbaustand bis zu 2.000 Elektrofahrzeuge am Tag laden zu können.

Zum Einsatz kommen an diesem Standort keine klassischen Ladestationen wie man sie von anderen Ladeparks kennt. Stattdessen gibt es zwei Formen von Ladepunkten. Am äußeren Rand des Ladeparks befinden sich Ladepunkte mit einem flexiblen Arm, welcher aus dem Boden kommt. An diesen kann mit bis zu 140 kW geladen werden. Unter der Dachkonstruktion des „Campus“ befinden sich weitere Ladepunkte. Diese bieten sogar eine Ladeleistung von 475 kW und sind somit auch für LKW und Busse interessant. Die Ladekabel sind dabei an der Decke montiert, so dass einem ein möglichst großer Spielraum beim Anstecken ans Fahrzeug ermöglicht wird. Zusätzlich erkennt der Ladepunkte, wenn ein Auto unter ihm geparkt hat und fährt das Ladekabel weiter nach unten, so dass man eine höhere Flexibilität des Kabels hat beim Einstecken ins Fahrzeug.

Das Laden an den Ladepunkten erfolgt mit Hilfe der eLoaded App, das klassische Roaming über andere Anbieter wird hier nicht angeboten. Bezahlt werden kann hierbei mit PayPal oder per Kreditkarte. Wer sich die App nicht runterladen möchte, kann in den Tankshop gehen. Hier ist ebenfalls das Starten und Beenden des Ladevorganges mit PayPal oder Kreditkarte möglich. Für die Zukunft ist zudem auch die Zahlung mit anderen Zahlungsmethoden angedacht.

Auch bei dem Preismodell geht der Innovationspark neue Wege, statt einem fixen Preis pro kWh, zahlt man für die maximale zur Verfügung stehende Leistung. Sollte eine schnellere Ladung erwünscht sein, bedeutet dies einen höheren Preis, als wenn man beispielsweise während des Ladevorganges das sich vor Ort befindliche Restaurant besuchen möchte und eine niedrigere maximale Ladeleistung wählt. Die Bereitstellung von Leistung ist ein wichtiger Bestandteil in den Entstehungskosten von Strom, was mit diesem Preismodell dem Kunden vermittelt werden kann.

Außerhalb der Testphase, in der der Strom noch pauschal 35 Cent/kWh unabhängig von der maximalen Ladeleistung kostet, werden zukünftig folgende Strompreise abgerufen:

  • bis 280 kW
  • HPC-Pavillion
  • 69 Cent/kWh
  • bis 105 kW
  • HPC-Pavillion
  • 59 Cent/kWh
  • bis 70 kW
  • HPC-Pavillion
  • 49 Cent/kWh
  • bis 35 kW
  • Außenring
  • 35 Cent/kWh

Gerne beraten wir zudem auch über die verschiedenen Ladeleistungen und Ladekurven von Elektroautos, senden Sie uns dazu einfach eine Anfrage über unser Kontaktformular.


Auch das Team von Galileo hat vor kurzem einen Videobeitrag zum Sortimo Innovationspark in Zussmarshausen veröffentlicht:

Erster Innerstädtischer Schnellladepark in Konstanz eröffnet

Vor einigen Tagen war es soweit, der erste innerstädtische Schnellladepark in Konstanz ist in Betrieb gegangen. Betrieben wird dieser von dem Betreiber ARAL pulse, welcher in ganz Deutschland derzeit sogenannte Hypercharger an ARAL Tankstellen baut und eröffnet. Die hier verbauten Hypercharger liefern eine Ladeleistung von bis zu 300 kW über den europäischen Schnellladestandard CCS. Doch auch Nutzer älterer E-Fahrzeuge, welche noch mit den CHAdeMO Schnellladesystem ausgestattet sind können in der Regel an den Ladestationen von ARAL pulse laden. Die Ladung erfolgt hierbei mit maximal 100 kW.

Insgesamt können an der Station in der Opelstraße 1 in Konstanz 4 Elektroautos gleichzeitig laden. Die Ladeleistung von 300 kW steht dabei an jeder Station dynamisch zur Verfügung. Lädt ein Fahrzeug beispielsweise mit 75 kW, steht dem anderen 225 kW an der Säule zur Verfügung.


Eine weiteres Aushängeschild für die hier installierten Stationen ist die integrierte Kartenzahlung mit Belegversand. Nutzer können daher auch ohne vorherige Registrierung mittels Ihrer Kreditkarte, PayPal, Apple Pay oder Google Play bezahlen und laden. Jedoch gibt es hierbei zu beachten, dass das Laden über einen Ladestromvertrag ggf. günstiger sein kann. Das sogenannte AdGoc Laden kostet hier 0,69 € / kWh (Stand 16.11.21). Geladen wird zudem mit 100 % Ökostrom.

 


Weitere Impressionen vom Schnellladepark:


Hier findest du die Ladestationen:

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6 Schnellladeparks im Landkreis Konstanz bis Ende 2022

In den kommenden Jahren erwartet die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur einen erheblichen Zuwachs an Elektrofahrzeugen und damit einhergehend einen hohen Bedarf an zusätzlicher Ladeinfrastruktur auf Mittel- und Langstrecken. Somit schreibt der Bund ab dem 15. September 2021 ein deutschlandweites Schnellladenetz aus. Das sogenannte Deutschlandnetz teilt sich dabei in zwei Bereiche ein.

900 Suchräume in 6 Regionen mit 23 Losen

In 23 Losen aufgeteilt schreibt der Bund insgesamt 900 Suchräume mit einem Radius von 2 km aus in denen es gilt Ladeinfrastruktur zu errichten. Diese wurden anhand verschiedener Meßmethoden und Prognosen ermittelt und dienen zudem auch der Schließung derzeitiger Lücken in dem Ziel einer flächendeckender Ladeinfrastruktur.

200 bislang unbewirtschaftete Autobahnparkplätze

Entlang der deutschen Bundesautobahn werden 200 Parkplätze ausgeschrieben, an denen bislang keine Bewirtschaftung stattgefunden hat. An diesen werden Schnellladehubs errichtet um die Abstände von Ladeinfrastruktur auf Fernreisen zu verringern.

900 Euro Förderung pro Ladepunkt – Antragsstellung wieder möglich

Seit dem 24.11.2020 können Eigentümer, Wohnungseigentümer, Mieter und Vermieter eine Förderung von 900 Euro pro Ladepunkt für den Kauf und die Installation von Ladepunkten an privat genutzten Stellplätzen an Wohngebäuden erhalten.

Ursprünglich wurde ein Fördervolumen von 200 Millionen Euro beabsichtigt. Im Zuge der hohen Nachfrage wurde dieses jedoch bereits im Februar 2021 auf 300 Millionen erhöht. Aufgrund der weiter stark steigenden Nachfrage wurde im selbigen Monat noch einmal das Fördervolumen um weitere 100 Millionen auf 400 Millionen Euro aufgestockt. Im Mai folgte dann die zunächst dritte Aufstockung der Förderung auf insgesamt 500 Millionen Euro. Mitte Juli war dieses Fördervolumen bereits erneut erschöpft. So das erneut eine Aufstockung beschlossen wurde. Bundes-Verkehrsminister Scheuer verkündete dazu über den Kurznachrichten Dienst Twitter:


Die KfW 440 hat somit nun ein totales Fördervolumen von 800 Millionen Euro, insgesamt können somit 888.888 Ladepunkte an Wohngebäuden gefördert werden.

Meldepflicht für die Installation von Ladepunkten

Seit dem 21. März 2019 ist für Ladeeinrichtungungen im §19 der Niederspannungsverordnung eine Plicht zur Meldung der Ladeeinrichtung, also z.B. der klassischen Wallbox geregelt. Dies bedeutet, dass vor der Installation von Ladeeinrichtungen diese dem Netzbetreiber gemeldet werden müssen. Ab einer Leistung oberhalb von 11 kW wird die Ladeeinrichtung zudem genehmigungspflichtigdies trifft auch auf den Fall der Installation von zwei Wallboxen mit einer Leistung von jeweils 11 kW. Diese Leistung wird dann zusammengerechnet. Der Netzbetreiber ist wiederum verpflichtet binnen 2 Monaten sich zur Genehmigungsanfrage rückzumelden.

Mehrere hundert private Ladepunkte im Landkreis Konstanz bereits gemeldet – hohe Dunkelziffer vermutet

Laut Auskunft mehrere Netzbetreiber im Landkreis Konstanz ist die Zahl an gemeldeten Wallboxen im Landkreis auf etwa 300 bis 400 zu beziffern. Angesichts der Zulassungszahl von 1.310 batterie-elektrischen PKWs zum 01.01.2021 im Landkreis Konstanz gehen viele Netzbetreiber jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

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